Gottes Neue Offenbarungen

Der Grossglockner

Ein Evangelium der Berge

- Kapitel 2 -

Die Bedeutung und Entstehung des Eisens

Welch einen wichtigen Artikel die Metalle, namentlich das Eisen, bei euren Hauswirtschaften ausmachen, da braucht ihr eben keine hohen mathematischen Kenntnisse, um solches zu berechnen.
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Was würdet ihr wohl ohne das Eisen verrichten können?! Ja, ganz bestimmt könnt ihr annehmen: Ohne das Eisen wäre noch nie ein Buchstabe gedruckt worden; ohne dasselbe würdet ihr euch höchst beschwerlich und mühsam eure Wohnungen bereiten und noch viel beschwerlicher und mühsamer eine notdürftige Kleidung; ja ohne das Eisen gäbe es noch heutzutage keine Schiffe auf dem Meere und keine Wagen auf dem Lande.
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Ihr hättet ohne das Eisen nicht ein einziges Werkzeug, um das Erdreich aufzulockern und den Getreidesamen in die Erde zu säen, - ja, mit einem Worte gesagt: Ohne das Eisen wäret ihr in naturmäßiger wie auch in so mancher Hinsicht in geistiger Weise die ärmsten Geschöpfe der Erde, so daß euch ein jedes Tier überflügeln würde! Aber mittels dieses hochgesegneten Metalls könnet ihr euch alles verschaffen, weil aus dem Eisen alle möglichen brauchbaren Instrumente und Werkzeuge verfertigt werden können. Nicht einmal ein einfaches Grab könntet ihr der Leiche eines verstorbenen Bruders bereiten ohne das Eisen, und ihr müßtet deswegen die Leichen der Verstorbenen entweder in die Flüsse werfen, hier und da höchstens in seichten Sand verscharren oder sie auf die höchsten, mit ewigem Schnee und Eis bedeckten Berge tragen, so ihr nicht wolltet vom beständigen Pesthauche umgeben sein. Kurz und gut, die Nützlichkeit des Eisens ist entschieden zu groß, als daß sie je verkannt werden könnte.
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Es würde freilich mancher Kurzsichtige sagen: ,,Im Notfalle, d.h. in Ermangelung des Eisens und somit auch aller andern Metalle, welche samt und sämtlich durch das Dasein des Eisens bedingt sind, müßte man sich denn mit hölzernen Instrumenten behelfen!"
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Dieses wäre wohl recht, es fragt sich aber dabei nur, womit wird da wohl ein Baum umgehauen, dann behauen und zu verschiedenartigen notdürftigen Werkzeugen geschnitten werden können?! Sehet, aus dem geht ja klar hervor, daß eben das Eisen in der natürlichen Lebenssphäre des Menschen die allererste Bedingung ist; ohne das hörte sogar das Brotbacken auf, und die Nahrung des Menschen würde bloß auf rohe Naturfrüchte beschränkt.
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Da wir somit durch diese kleine Vorbetrachtung gesehen haben, wie unumgänglich nötig dieses Metall ist, so wollen wir denn auch einen Blick auf seine Entstehung tun.
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Ihr wißt schon aus einer früheren Kundgebung, und zwar namentlich aus der Darstellung Meiner großen ,,Haushaltung" im von euch also benannten Hauptwerk, allwo eine Meldung geschieht von der Hin- und Herwanderung des Meeres, daß während des Überstandes der Meeresgewässer sich dieses Metall durch das Salz dieses Gewässers, vorzugsweise aber durch die Einwirkung der Gestirne, in dem Innern der Erde, und zwar in gewissen schon eigens dazu bestimmten Gängen oder Adern derselben, ansammelt.
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Dieses ist richtig und wahr, - ja, diese Ansammlung ist also wohlberechnet, daß da volle nachfolgende 14000 Jahre nicht imstande sind, das Metall völlig zu verbrauchen! Aber es ist hier zu der Bildung des Eisens noch eine sehr wichtige Frage nötig, und diese Frage lautet also: ,,Ist dieses vom Meere und den Gestirnen gebildete Eisen auch schon tüchtig, daß man es bearbeite und daraus verfertige allerlei Gerätschaften?"
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O nein, sage Ich euch, also ist es noch eine unreife Frucht, welche wohl die Fähigkeit in sich besitzt, reif und schmackhaft zu werden und somit auch genießbar, aber im unreifen Zustande weder das eine noch das andere ist!
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Da wir solches nun wissen, so fragt sich denn wieder weiter: ,,Ja, wie wird denn sonach das Eisen reif?"
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Die Antwort gibt euch ein jeder Bergmann wie ein jeder Botaniker und ein jeder Landmann, indem er sagt: ,,Durch Regen und milden Sonnenschein all's gedeiht und reifet fein!" Und es ist auch also.
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Regen ist eine Hauptbedingung zu aller Kultur, somit auch zur Kultur des Eisens. Wenn aber der Regen ununterbrochen fortdauern möchte, so würde er gar bald ersticken die Früchte und nach längerer Zeit auch verzehren und taub machen das Metall der Berge; damit also alles gedeihe, muß eine rechte Ordnung allenthalben beachtet sein.
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Wer aber ist von Mir zur Regulierung solcher Ordnung aufgestellt auf irgendeinem Weltkörper? Und durch wen wird sie also fortwährend erhalten?
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Jetzt können wir schon wieder eine Reise zu unserem Großglockner machen! Sehet ihn nur recht gut an, wie er da emporragt hoch in die Lüfte und in die Regionen der Wolken, und wie er umlagert ist von tausend und abermal tausend Felsenzacken und -riffen!
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Sehet, dieser König der Berge hat einen weiter ausgedehnten Wirkungskreis zur Einsaugung der Elektrizität und des magnetischen Fluidums denn eure Wetter- und Blitzableiter auf den Dächern der Häuser!
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Was ist er demnach noch neben dem, was wir schon in der vorigen Mitteilung vernommen haben?
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Sehet, er ist eine unglaublich große und starke Ansammlungs- und Vorratskammer des elektrischen und magnetischen Stoffes! Wenn er dann durch seine Fernwirkung auf dem dreifachen euch schon bekannten Wege, namentlich durch die Bewässerung, wirkt, so versieht er auch alle die Wässer und vorzugsweise den Regen mit dem gehörigen Quantum von Elektrizität und magnetischem Fluidum.
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Diese zwei Polaritäten aber sind in naturmäßiger Hinsicht ja die Hauptbedingung alles Gedeihens und alles Wachstums und Reifwerdens der Pflanzen und mineralischen Welt, und durch diese beiden hernach auch des der Tiere.
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Da unser Großglockner aber ein so gewaltiger Ansammler dieser Polaritäten ist, so kann hier mit wenigen Worten gezeigt werden, daß die Erze der untergeordneten Berge ja hauptsächlich den Gletschern ihre brauchbare Auszeitigung verdanken, da eben die Gletscher die Ordner der Temperatur über alle die unter ihnen gelegenen Ländereien sind.
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Da wir nun solches wissen, so mache Ich euch nur einzig und allein darauf aufmerksam, daß diese hohen Schnee- und Eisgebirge, wie bei uns namentlich der Großglockner, ihre anderen schon bekannten Segnungen zuallermeist auf dem Wege ihrer Kinder und Kindlein über den Erdboden hin ausspenden; also spenden sie auch diesen elektromagnetischen Stoff zuallermeist auf diesem Wege aus.
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Was aber hinter diesem elektromagnetischen Stoff noch steckt, und wie schnell dieser nach allen Richtungen hin ausgebreitet wird, werden wir erst im Bereiche der geistigen Darstellung dieses Gebirgslandesvaters näher kennenlernen.
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Für jetzt aber wollen wir diesen Teil beschließen und nur allein die kurze Betrachtung hinzufügen, daß allezeit die größten und segnendsten Wirkungen da ausgeboren und zum allgemeinen Nutzen weiter gefördert werden, woselbst sie die blinde Menschheit am allerwenigsten suchen zu müssen glaubt und somit auch am allerwenigsten sucht.
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Und so geht von einer unbedeutenden Eisspitze des Glockners nicht selten eine bei weitem größere Wirkung über viele Ländereien aus als von den nicht viel sagenden großen Weltstädten, von denen im Verhältnis zu den guten Ausgängen ganz unverhältnismäßig viele schlechte Ausgänge gemacht und geboten worden sind.
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Und somit zählt ein solcher Berg auch bei weitem mehr als alle Industrie Englands, Frankreichs und Nordamerikas usw.
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Da wir somit mit dieser Betrachtung für das Herz, wennschon nicht für den mathematischen Verstand, zu Ende sind, so wollen wir uns denn zur nächsten, dritten und somit letzten und allergrößten Nutzwirkung unseres Großglockners hinwenden; jedoch für heute lassen wir es bei dem bewendet sein!

Fußnoten